Bienenwinter

Wie ernst und still ist es in Feld und Wald.
Die Nebel hängen grau und tief und kalt.
Früh geht die Sonne schon zu Bett -ganz sacht,
und morgens schläft beinah sie bis um acht.
Den ganzen Tag steht oft sie wie im Traum.
Sie sieht nicht Feld und Wald, nicht Busch und Baum.
Die Wolken hüllen sie in Schleier dicht,
seht doch ihr bleiches, müdes Angesicht.
O zeig uns doch dein herrlich Leuchten wieder!
Doch Regentropfen rinnen dicht hernieder,
als wollten Erd‘ und Himmel sich vereinen.
Sollt‘ Mutter Erd‘ wohl heimlich leise weinen?

Die Bienen summen nur noch leis‘ -ganz leis‘,
und nur der alte Bienenvater weiß,
daß sie in warmer Traube sich verbinden,
vereint den kalten Winter überwinden.
Gönnt ihnen gern die wohlverdiente Ruh‘,
deckt jedes Volk warm und behaglich zu.
Horcht, wie sie flüstern leise, wie im Traum,
von neuer Blütenpracht im weiten Raum.
Sie sind das höchste Glück für ihn auf Erden.
Er wird zu pflegen sie nie müde werden,
damit sie hungern nicht und frieren brauchen.
Erst dann wird er in Ruh‘ sein Pfeifchen rauchen.

(Ernst Pinkpank)



Im Winter ruht die Welt im weißen Kleid,
Die Bienen halten sich im Stock bereit.
Tief schlafen sie in ihrem warmen Nest
Und warten auf den Frühling, der sie stets erfrischt.

Der Schnee bedeckt die Landschaft weit und breit,
Doch in den Bienenstöcken ist es warm und weit.
Die Königin ruht in ihrer königlichen Kammer,
Und träumt von Blumen und süßem Nektar.

Die Bienen sammeln Kraft für die kommende Zeit,
Wenn die Blumen blühen in voller Pracht und Weit.
Dann werden sie wieder emsig summen und fliegen
Und den Honig für uns Menschen fleißig ergießen.

So ruhen die Bienen im Winter still und leis,
Bis der Frühling kommt und sie erweckt aus ihrem Eis.
Dann werden sie wieder ihre Flügel ausbreiten
Und die Welt mit ihrem Summen und Fleiß begleiten.


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